Donnerstag, 11. Februar 2016

Stellnetze…

… gehören zu den passiven Fanggeräten und sind Teil der stillen Fischerei. Durch die Wahl der Maschenweite ist eine weitgehend selektive Fischerei möglich, so dass vornehmlich die Zielfischart bzw. Fischgröße gefangen werden kann.

Ein komplettes Stellnetz besteht in der Regel aus einem Stellnetzblatt, einer Oberleine mit Auftrieb (Korkleine) und einer Unterleine mit Gewicht (Bleileine). Durch das Verhältnis von Auftrieb an der Schwimmleine und Gewicht an der Grundleine wird die Art des Einsatzes bestimmt. Hier wird bei einwandigen Stellnetzen, auch Kiemennetz genannt, unterschieden in:

Grundstellnetz, Treibnetz und Schwebnetz

Grundnetze stellen in der Binnenfischerei die beliebteste Form dar. Das Gewicht der Unterleine ist größer als der Auftrieb der Schwimmleine. Das Netz steht auf dem Grund und die Schwimmleine sorgt dafür, dass das Netz aufrecht im Wasser steht. Je nach Strömung in dem Gewässer werden die Korkleine und Bleileine in stärkerer oder schwächerer Ausführung gewählt. Eine Oberleine mit höherem Auftrieb sorgt beispielsweise dafür, dass das Netz durch die Strömung nicht so leicht auf den Grund gedrückt wird. Eine schwere Bleileine verhindert das Abheben des Netzes.

Grundsätzlich gilt so leicht wie möglich, so schwer wie nötig.

Treibnetze haben eine leichte Bleileine und eine Korkleine mit höherem Auftrieb, so dass das Netz an der Oberfläche treibt. Durch das Gewicht am unteren Ende des Stellnetzes wird sichergestellt, dass das Netz senkrecht im Wasser steht.

Schwebnetze sind ähnlich wie Treibnetze nur mit schwachem Auftrieb und Gewicht montiert. Sie schwimmen jedoch nicht an der Oberfläche sondern werden mit Schnüren  an größeren Auftriebskörpern „aufgehängt“ um in tieferen Seen pelagische Fischarten zu befischen. Durch die Länge der Schnüre kann die Fangtiefe des Netzes eingestellt werden. Schwebnetze könne ebenfalls „auf die Füße“ gestellt werden. Dazu werden die Netze mit Leinen und entsprechenden Gewichten mit dem gewünschten Abstand zum Seegrund gestellt.

Bleileinen verlieren im Wasser ca. 25% des Gewichts, ausgenommen die PVC ummantelten Unterleinen, diese verlieren ca. 50% des Gewichts. 

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