Mittwoch, 3. Juli 2019

Tierschutz | Überspannung, Einhausung und Einzäunung von Teichen

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Tierschutz | Überspannung, Einhausung und Einzäunung von Teichen

Verschiedene Vögel und Säugetiere können für Teichwirtschaften, aber auch für die Binnenfischerei eine ernst zu nehmende Gefahr darstellen. Durch den Kormoran, Graureiher und den Fischotter können Fischbestände beeinträchtigt bzw. dezimiert werden. 

Viele Fische werden getötet, verletzt und gestresst. Ein weiterer Punkt ist die Verschleppung von Krankheitserregern, die Fischseuchen und Fischkrankheiten in den Gewässern auslösen können.

Bei einer Einhausung / Überspannung ist sicherzustellen, dass dadurch auch anderen Tieren keine vermeidbaren Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden.

In einigen Regionen ist ein Schutz der Fischbestände unerlässlich. Überspannungen und Einhausungen sind ein guter Schutz für die Fischbestände. Es hat sich gezeigt, dass diverse Vergrämungssysteme, wenn überhaupt nur einen kurzen Effekt erzielen, da sich die fischfressenden Tiere schnell daran gewöhnen. 

Die Ansprüche an eine Einhausung / Überspannung sind vielseitig. So sollten die eingesetzten Materialien witterungs- und temperaturbeständig sein. Am besten eignen sich Schnüre und Netze aus Polyethylen, da dieses Material leicht ist, UV-stabilisiert ist und bei Nässe nicht schwerer wird und sich nicht ausdehnt. Empfohlen wird eine Garnstärke von 1,2mm – 3 mm, je nach Größe der zu überspannenden Anlage.

Bei einer Überspannung mit Schnüren sollte der Abstand der parallel laufenden Schnüre 100mm bis 200mm betragen. Wenn Netze zum Einsatz kommen sollte die Maschenweite ca. 80mm betragen. Je nach erwarteten Schneemengen können auch Maschenweiten bis zu 200mm eingesetzt werden. Bei Teichen die mit Netzen überspannt werden, wird empfohlen, dass das Netz an der niedrigsten Stelle mindestens 50cm über der Wasseroberfläche hängt. Die Anlagen sollten nicht nur von oben geschützt werden, sondern ebenfalls an den Seiten geschlossen sein. 

Insbesondere bei Schneefall muss nach der Anlage gesehen werden und ggf. durch rütteln und schütteln von Schnee befreit werden. Wenn die Schneelast zu groß wird, kann es passieren, dass das Netz reißt oder die Pfosten einknicken.

Von Behördenseite wird empfohlen ein Betriebstagebuch zu führen, in dem dokumentiert wird, dass die Anlage täglich auf Schäden und eventuell verfangene Tiere überprüft wird und somit der Sorgfaltspflicht genüge getan wird. 


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